Frischer Wind in der Energiewende?

20. März 2023 - 10:15h - 21. März 2023 - 12:30h

Ort: Evangelische Akademie Loccum

Veranstalter: Evangelische Akademie Loccum

Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft sind wesentliche Voraussetzungen für die Erreichung der Klimaziele in Deutschland. Spätestens seit den energiepolitischen Turbulenzen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist auch die Relevanz der Erneuerbaren für eine sichere Versorgung mit günstiger Energie deutlich geworden.

Darüber hinaus bietet ihr Ausbau – gerade für Norddeutschland – erhebliche Potenziale für die Regionalentwicklung. Dies gilt umso mehr, wenn die Erneuerbaren mit grünem Wasserstoff als Speichertechnologie kombiniert werden können. Vielfach wird die Erwartung geäußert, dass sich an den neuen Standorten der Erneuerbaren und der Wasserstoffwirtschaft verstärkt Unternehmen ansiedeln, um die sich industrielle Wertschöpfungscluster etablieren. Aber gilt in der Wissensökonomie des 21. Jahrhunderts noch der Grundsatz, dass die Industrie der Energie folgt? Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um die neuen Chancen zu nutzen?

Mit dem Blick auf den Artenschutz, das Landschaftsbild und Immissionen wurden bislang aber auch erhebliche Bedenken gegen den Ausbau der Erneuerbaren geltend gemacht. Auch die ungleiche Verteilung der Vor- und Nachteile der erneuerbaren Energien hat deren Akzeptanz in der Vergangenheit beeinträchtigt, was seinen Niederschlag in komplizierten und langwierigen Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie in einem starken Rückgang des Zubaus der Erneuerbaren gefunden hat.

Der Bundesgesetzgeber hat daher 2022 Impulse für die beschleunigte Planung sowie eine gleichmäßigere Verteilung der Flächen für die Windenergieerzeugung gegeben, die nun insbesondere durch die Landes- und Regionalplanung zu konkretisieren sind. Eine erhebliche Beschleunigung wird auch bei den Genehmigungsverfahren der staatlichen und kommunalen Behörden erwartet. Wie können dabei die Potenziale der Erneuerbaren für Energiesicherheit und Regionalentwicklung genutzt und zugleich die Anliegen der Anwohnerschaft, des Arten- und des Landschaftsschutzes berücksichtigt werden?

Nähere Infos, Programm und Anmeldung hier.

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