LaNEG Newslettervorlage
Landesnetzwerk Bürgerenergiegenossenschaften Rheinland-Pfalz e. V.
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

zwei Sonderausschreibungen für Photovoltaik und Windkraft an Land hatte die Bundesregierung im Koalitionsvertrag für 2019 und 2020 versprochen. Jeweils zwei Gigawatt pro Technologie und Jahr, um die Lücke zu den Klimazielen zu verringern, die Deutschland bis 2020 verfehlt. Doch im aktuellen EEG-Referentenentwurf des Wirtschaftsministeriums von letzter Woche fehlten die Sonderausschreibungen. Nach Kritik der Erneuerbaren-Verbände schob das Ministerium beschwichtigend nach, das Thema Sonderausschreibungen werde nach der Sommerpause umgesetzt. Beherzte Klimapolitik sieht anders aus.

Bei der ersten gemeinsamen Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land und Photovoltaik im April setzte sich PV durch. Das zeigt, dass Solarenergie in Deutschland absolut wettbewerbsfähig ist. Trotzdem ist die Idee hinter diesen gemeinsamen Ausschreibungen falsch. Wind und Photovoltaik sind keine Konkurrenten. Und wir brauchen deutlich höhere Volumina, um den Ausbau der Erneuerbaren zu beschleunigen.  Nun zu den einzelnen Themen des Newsletters.

Mitmachen: Petition für mehr Rechte von Energie-Prosumern

Die EU-Parlamentarier wollen in der kommenden Erneuerbaren-Energien-Richtlinie ProsumerInnen ermöglichen, Strom in die Nachbarschaft ohne hohe Abgaben und komplizierte Auflagen abzugeben. Damit wäre der Weg für echten solaren Eigenverbrauch, für Mieterstrom und Quartiersstrom endlich frei. Doch ausgerechnet die Bundesregierung ist vehement gegen die Neuregelung. Daher hat das Bündnis Bürgerenergie eine Online-Petition gestartet, in der es Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier auffordert, seine Blockadehaltung gegen neue europaweite Rechte von Energie-Prosumern aufzugeben.  Unterschreiben auch Sie die Petition für mehr Rechte von Energie-Prosumern in Deutschland und der EU auf der Kampagnenplattform WeAct. 

Strengere Regeln für 750 Kilowatt-Freiflächenanlagen ab Juli 

Ab 1. Juli 2018 gelten für die Ermittlung der Anlagengröße von 750 Kilowattpeak(kWp)-Freiflächenanlagen die strengen Regelungen über die Anlagenzusammenfassung von Freiflächenanlagen (§ 24 Abs. 2 EEG). Für die Ermittlung der Photovoltaik-Anlagengröße für den zuletzt in Betrieb gesetzten Generator werden mehrere Freiflächenanlagen wie eine Anlage behandelt, wenn folgende Voraussetzungen vorliegen: Die Photovoltaik-Anlagen liegen in derselben Gemeinde und in einem Radius von zwei Kilometern und wurden in den 24 Monaten zuvor errichtet. Dies gilt unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Zum Artikel in pvmagazine 

Neuer genossenschaftlicher Prüfungsverband für Energieunternehmen 

Auf der LaNEG-Mitgliederversammlung ging es um Kosten und Leistungen von Prüfungsverbänden. Erfolgsbegleitung statt Pflichtprüfung verspricht der „Der Genossenschaftliche e.V.“, ein neuer Prüfungsverband für Genossenschaften. Lesen Sie mehr.

"Die Energiewende braucht bürgerschaftliches Engagement von unten"

Anna Jessenberger ist neue LaNEG-Vorstandsfrau. Eine ganz persönliche Kurzvita.

Schicken Sie uns Ihre guten Beispiele zu

Energieberatung, Veranstaltungsreihen, Unterstützung lokaler Projekte, Gemeinwohlökonomie...: Wie engagieren Sie sich in der Region jenseits von Geschäftsmodellen? Bitte schicken Sie uns Ihre Beispiele zu:  

PRAXISWORKSHOP Analysieren - Entscheiden - Anpacken 22.6.2018 

Wie Sie Ihre Bürgerenergiegesellschaft weiterentwickeln, neue Geschäftsfelder erschließen und erfolgreich Kooperationspartner gewinnen, ist Thema des Praxisworkshops am 22. Juni 2018 in Recklinghausen. Sie erwartet ein Tag mit hohem praktischen Nutzen: Eine gute Mischung aus kurzen Impulsen, Praxisbeispielen von Energiegenossenschaften, zwei intensive Workshoprunden zum Erarbeiten konkreter Lösungsansätze für die eigene Bürgerenergiegesellschaft und viel Raum zum Austausch. Sie können sich hier anmelden. 

Bürgerenergie ist weiterhin Treiber der Energiewende

Bürgerinnen und Bürger gehört knapp ein Drittel der installierten Leistung zur regenerativen Stromproduktion. Damit liegen sie weit vor Energieversorgern, Projektierern, Gewerbebetrieben, Fonds und Banken. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut trend:research in der aktuellen Studie „Eigentümerstruktur: Erneuerbare Energien“, die von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) veröffentlicht wurde. Zur Pressemitteilung. 

Neuer Leitfaden: PV-Vor-Ort Versorgung 

Die DGS Franken erläutert in einer aktuellen Broschüre die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der PV-Stromnutzung vor Ort: Von ergänzender PV-Stromlieferung, über die Vermietung von PV-Anlagen bis hin zur Selbstversorgung privater oder gewerblicher Mieter. Zum Download

Energieatlas 2018 erschienen - Daten und Fakten über die Erneuerbaren in Europa

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat im April gemeinsam mit Partnern den europäischen „Energieatlas 2018“ vorgestellt. Europa habe die Energiewende auf den Weg gebracht. Kommunen, Städte und Bürgerinnen und Bürger trieben diesen Trend vorantreiben, weil sie das wirtschaftliche Potenzial der Energiewende erkannt haben. Demnach hat die Energiewende in Europa seit 2014 bereits über eine Million Arbeitsplätze in ganz Europa geschaffen, in Deutschland allein 334.000. Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung seien die Herausforderungen, die jetzt angegangen werden müssen. Doch die Ziele der EU seien nicht ambitioniert genug und gefährden die Fortschritte der vergangenen Jahre. Hier gibt es den europäischen Energieatlas als Download

Neuer Leitfaden Mieterstrom in der Praxis 

Der neue Leitfaden Mieterstrom des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW Solar) ist eine Hilfestellung für Anlagenbetreiber, die Mieterstromprojekte realisieren. Er erklärt die gesetzlichen und rechtlichen Hürden wie diese zu überwinden sind. Zum Informationspaket gehörz ein editierbarer Mustervertrag zur Lieferung von Solarstrom an Mieter/Letztverbraucher. Der Leitfaden kostet 230 Euro und ist hier zu bestellen.

Ein sonniges Frühjahr wünscht  

 

Dr. Verena Ruppert, Leiterin der Landesgeschäftsstelle

 

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