Energiegenossenschaften als Partner für Unternehmen

Gute Praxis: PV-Anlage der UrStrom eG auf dem Dach der Firma RIGA MAINZ GmbH & Co. KG (zum Bericht) © UrStrom BürgerEnergieGenossenschaft Mainz eG

Bürgerenergiegenossenschaften sind attraktive Partner für Gewerbe, Industrie und Sozialunternehmen, wenn es um die Energiewende am eigenen Standort geht. Erfolgreiche Beispiele zeigen, wie alle Beteiligten von der Zusammenarbeit profitieren.

Energiekosten und Versorgungssicherheit sind für Unternehmen ein wichtiges Thema. Viele Unternehmen würden gerne eigenen Solarstrom produzieren und nutzen, um

  • Energiekosten zu sparen und unabhängiger von Preisschwankungen zu werden,
  • die Klimabilanz zu verbessern,
  • firmeninterne Nachhaltigkeitsstrategien umzusetzen
  • oder um die Solarpflicht bei gewerblichen Neubauten zu erfüllen. 

Doch häufig haben sie mit dem Tagesgeschäft genug zu tun und haben wenig Zeit für „Extras“. Ihnen fehlen oft die internen Ressourcen und Kompetenzen, um eine Solaranlage zu planen und zu errichten. Oder sie schrecken vor den nötigen Investitionskosten zurück. 

Hier kommt die regionale Genossenschaft ins Spiel: Sie kann ein „Rundum-sorglos-Paket“ bieten und Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Wartung der Anlage übernehmen. Das Unternehmen schließt dann lediglich einen Vertrag über die Dachnutzung und Stromlieferung ab oder pachtet die fertiggestellte Anlage von der Energiegenossenschaft.

Das rechnet sich auch ökonomisch: Für den Strom, den das Unternehmen direkt aus der Solaranlage bezieht, wird ein fester Preis vereinbart. So profitieren Unternehmen von kalkulierbaren Kosten und sind gewappnet vor steigenden Strompreisen. Zugleich brauchen sie weder eigene Investitionen aufbringen noch wird Personal gebunden. 

Durch die Zusammenarbeit mit Bürgerenergiegenossenschaften senden Unternehmen eine starke Botschaft nach innen und außen: Wir nehmen Klimaschutz ernst und setzen auf regionale Wertschöpfung und Beteiligung. Das stärkt das Image und die Attraktivität des Unternehmens. Über die Genossenschaft können sich auch Mitarbeitende an der Finanzierung der Anlagen beteiligen und von den Gewinnen profitieren.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Flyer „Solarstrom ohne Aufwand und Invest: Unternehmen nutzen Know-how und Kapital von Bürgerenergiegenossenschaften“ (2023)

Best Practice

Sonnenstrom bei vlexx: (vlnr.) Frank Höhler, Geschäftsführer vlexx; Katrin Eder, rheinland-pfälzische Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität; Nino Haase, Oberbürgermeister Mainz und Christoph Würzburger, Technischer Vorstand der UrStrom Bürgergenossenschaft. Foto: vlexx

Unser Mitglied, die UrStrom BürgerEnergiegenossenschaft Mainz eG, hat im Jahr 2024 eine große Photovoltaik-Anlage mit 300 kWp auf den Dächern des Mainzer Verkehrsbetriebes vlexx errichtet. Das Unternehmen kann mit dem direkt vom Dach gelieferten Strom etwa ein Drittel seines Strombedarfs decken. Mehr dazu.

Ebenfalls 2024 hat die UrStrom BürgerEnergiegenossenschaft Mainz eG eine Photovoltaikanlage auf der neu errichteten Gewerbehalle des Mittelständlers Papershred gebaut. So konnte Papershred die gesetzliche Solarpflicht erfüllen. Im Video des Partners PV.ON bei LinkedIn erzählen die Beteiligten, warum sich die Kooperation für sie gelohnt hat.