Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) fordert eine grundlegende Reform beim Netzanschluss von Erneuerbare-Energien-Anlagen und Speichern.
Kernproblem sei, dass Netzanschlüsse inzwischen zum größten Engpass der Energiewende geworden seien. Individuelle Netzanschlussverträge mit Netzbetreibern (sog. FCAs) scheitern in der Praxis nicht zuletzt an den über 850 Verteilnetzbetreibern mit jeweils eigenen Regelwerken.
Die Lösung des bne: ein bundeseinheitliches Regelwerk direkt im EEG mit vier Kernpunkten:
- Netzauskunft: Netzbetreiber sollen spätestens innerhalb von 4 Wochen nach Anschlussbegehren mitteilen, welche Anschlusskapazität verfügbar ist
- Recht auf Überbauung von Netzverknüpfungspunkten bei technischer Leistungsbegrenzung
- Zumutbarkeitsgrenze: Die wirtschaftliche Unzumutbarkeit des Netzausbaus soll gesetzlich erreicht sein, wenn Netzoptimierung, Verstärkung und Ausbau mehr als 15 Prozent der Anlagenerrichtungskosten betragen
- Sanktionen bei Pflichtverstößen
Weiterführende Dokumente:
- bne-Positionspapier: „Netzanschlusskrise überwinden"
- bbh-Gutachten: „Gesetzesvorschläge für die Reduzierung der EE-bedingten Netzausbaukosten"
Quelle: Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), 2026