Bürgerenergiegenossenschaften verfügen über ein bedeutendes, bisher nur teilweise genutztes Potenzial, die soziale Dimension der deutschen Energie- und Wärmewende zu stärken. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Bürgerenergiegenossenschaften für eine sozial gerechte Energie- und Wärmewende: Handlungsmöglichkeiten und Hemmnisse“, die das Öko-Institut im Auftrag der EWS Elektrizitätswerke Schönau eG erstellt hat.
Die Energiewende schreitet technisch und wirtschaftlich voran, doch ihre soziale Seite bleibt bislang unzureichend berücksichtigt. Insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen, Mieterinnen und Mieter oder Haushalte ohne Eigentum sind oft von der aktiven Teilhabe an erneuerbaren Energieprojekten ausgeschlossen – sie sind stärker von steigenden Energiepreisen betroffen und haben weniger Zugang zu klimafreundlichen Energielösungen.
Bürgerenergiegenossenschaften zeichnen sich durch demokratische Strukturen („ein Mitglied – eine Stimme“), lokale Verankerung, hohe Akzeptanz und ein nicht primär profitorientiertes Selbstverständnis aus. Diese Eigenschaften schaffen ideale Voraussetzungen, um gesellschaftliche Teilhabe, regionale Wertschöpfung und Vertrauen in die Energiewende zu fördern.
Die Studie identifiziert dabei fünf Bereiche, in denen Genossenschaften soziale Wirkungen entfalten können:
- Gesellschaftliche Teilhabe und Empowerment
- Vertrauen und Akzeptanz der Energiewende
- Soziale Resilienz und Gemeinschaft
- Wirtschaftliche Teilhabe (monetäre Effekte)
- Nicht-monetäre lokale Effekte wie Infrastrukturverbesserungen.
Hier geht es zur Studie als PDF.