Der Ausbau erneuerbarer Energien ist nicht nur klimapolitisch sinnvoll, sondern auch ein wichtiger wirtschaftlicher Motor für Regionen – besonders für ländliche Räume.
Das ist das zentrale Ergebnis einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung und des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln Consult (IW Consult). Sie wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellt.
Laut der Untersuchung spielt der Ausbau erneuerbarer Energien eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen. Insbesondere in ländlichen Räumen entstehen durch Planung, Bau und Betrieb von Wind- und Solaranlagen neue Arbeitsplätze sowie zusätzliche Einkommensquellen. Kommunen profitieren dabei nicht nur durch direkte Einnahmen wie Steuern, Pachten und Beteiligungsmodelle, sondern auch durch indirekte Effekte, etwa eine gesteigerte lokale Nachfrage und eine insgesamt stärkere wirtschaftliche Dynamik.
Ausbau der Erneuerbaren konsequent vorantreiben
Die Untersuchung macht zudem deutlich, dass die regionale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien in den kommenden Jahren erheblich wachsen kann, sofern der Ausbau konsequent vorangetrieben wird. Gleichzeitig hängen die konkreten Effekte stark von den jeweiligen regionalen Rahmenbedingungen ab. Vor diesem Hintergrund empfiehlt die Studie, die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen weiter zu verbessern, um die Beteiligung vor Ort zu stärken und sicherzustellen, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in den Regionen verbleibt.
Der Ausbau erneuerbarer Energien ist somit nicht nur energie- und klimapolitisch notwendig, sondern auch ein zentrales wirtschafts- und strukturpolitisches Instrument. Politisch bedeutet das, dass der Ausbau konsequent beschleunigt und zugleich gezielt so gestaltet werden muss, dass möglichst viel Wertschöpfung in den Regionen bleibt.
Konkret ergibt sich daraus ein doppelter Handlungsauftrag:
Einerseits braucht es stabile und verlässliche Rahmenbedingungen – etwa durch schnellere Genehmigungsverfahren, klare Ausbaupfade und Investitionssicherheit. Andererseits sollte der Bund stärker darauf hinwirken, dass Kommunen und Bürger finanziell beteiligt werden, zum Beispiel durch verpflichtende Beteiligungsmodelle oder bessere kommunale Einnahmemöglichkeiten.
Zugleich legt die Studie nahe, dass die Bundespolitik erneuerbare Energien stärker als Teil einer aktiven Regional- und Strukturpolitik begreifen sollte. Gerade strukturschwache und ländliche Regionen können erheblich profitieren, wenn entsprechende politische Instrumente gezielt eingesetzt werden.
Hier geht es zur Studie auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.