Aus der Pressemitteilung des Bündnis Bürgerenergie e.V.
Obwohl die nutzbaren Dachflächen auf Mehrfamilienhäusern (MFH) in Deutschland ein enormes Potential bieten, waren Ende 2024 erst 0,5 Prozent der nutzbaren Dachflächen auf MFH tatsächlich mit Solaranlagen bestückt. Würden alle Dachflächen genutzt, könnten sie 60 Gigawatt Strom erzeugen. Zum Vergleich: Alle Kohlekraftwerke in Deutschland bringen es zusammen auf 23 Gigawatt Leistung.
Doch diese große Vision wird ausgebremst. Eine Umfrage des 1000 GW Institut mit dem Bündnis Bürgerenergie zeigt: Engagierte Bürger*innen scheitern immer wieder an der Behäbigkeit vieler Netzbetreiber. Oftmals liegt es an unzureichender Digitalisierung.
In der Umfrage konnten Praktiker*innen von Solarstromkonzepten auf MFH ihre Erfahrungen mit dem zuständigen Verteilnetzbetreiber bewerten und kommentieren. Von den 50 Netzbetreibern, zu denen es in der Umfrage Rückmeldungen von gab, wurde kein einziger als „Champion“ eingestuft, der alle gesetzlichen Pflichten erfüllt und das Teilen von Solarstrom innerhalb von Mehrfamilienhäusern ermöglicht. Nur fünf Netzbetreiber wurden als „Unterstützer“ bewertet, die immerhin das Notwendigste tun, um solche Anlagen zu ermöglichen. 44 Netzbetreiber bewertet die Auswertung als „Verzögerer“, die den Bau von Gemeinschaftskraftwerken bremsen. Und ein Netzbetreiber fiel komplett durch − er wurde in der Studie als „Verhinderer“ bewertet eingestuft.
Hier gelangen Sie zur vollständigen Pressemitteilung. Zu der Auswertung, den politischen Handlungsempfehlungen und den Ergebnissen der Umfrage gelangen Sie über nachfolgende Links.