Entwicklungstrends von Energiegenossenschaften

 

Damit Energiegenossenschaften gut den Wandel in die Zukunft vollziehen können, sollten sie

  • ihre Geschäftsbereiche diversifizieren
  • stärker kooperieren
  • sich weiter professionalisieren
  • Spannungen gut handhaben 
  • und ihre Stärken nutzen.

Vom Ehrenamt zur Hauptamtlichkeit

Bürgerenergiegenossenschaften haben sich mit engagierten Ehrenamtlichen viel Know-how erarbeitet. Komplexere Projekte mit mehr Arbeitsaufwand und neuen fachlichen Anforderungen sind ehrenamtlich kaum leistbar. Energiegenossenschaften gehen deshalb den Weg zur Hauptamtlichkeit mit unterschiedlichen Modellen.

Durch Diversifikation zukunftsfähig bleiben

 

Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Wind mit Einspeisevergütung ist unsicher. Neue Geschäftsmodelle sind ein Mittel, um die Energiegenossenschaft weiter zu entwickeln. Ein Beispiel: Die Weilerwärme eG  verbindet Wärme, Strom und Elektromobilität.

Kooperationen – gemeinsam neue Wege gehen

 Kooperationspartner unterstützen sich gegenseitig mit ihren Kompetenzen und Stärken. Die Kooperationen mit Kommunen und Stadtwerken sind naheliegend, um vor Ort die dezentrale Energiewende zu gestalten. Lesen Sie das Interview mit Marc Steinertüber die Zusammenarbeit von Energiegenossenschaft und Stadtwerkin Trier.

Die Beteiligung an Dachgenossenschaften wie der Bürgerwerke eG  ist ein anderes Modell. Über die Kooperation mit Wohnungsgesellschaften spricht Stephan Gerwing  vom VdW Südwest. Mehr zu Kooperationsmodellen

Konflikte konstruktiv handhaben

Die Suche nach neuen Geschäftsfeldern, finanzielle Risiken, die hohe Arbeitsbelastung der Verantwortlichen: All dies kann zu Spannungen in Energiegenossenschaften führen. Das Forschungsprojekt BENERKON hat festgestellt. Energiegenossenschaften sind erfolgreich, wenn sie sich über Konfliktpotentiale im Klaren werden und präventiv handeln.

Stärken nutzen und ausbauen

Bei der Dezentralisierung der Energiewende wird es darauf ankommen, den Austausch zwischen Erzeuger und Verbraucher effizient zu organisieren. Dabei haben Energiegenossenschaften drei Stärken: Regionalität, Transparenz und Gemeinschaftlichkeit. Besonders die regionale Verankerung und die Beziehung zu den Menschen in der Region können zum wichtigen Vorteil im Wettbewerb werden. Das aktive Mitgestalten der Mitglieder erhöht die Akzeptanz und Transparenz der Projekte. Das Label „aus der Region“ gilt auch für den regional produzierten Strom und stärkt die Identifikation.

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